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Black Friday: Kauflaune bei Anlegern und Online-Shoppern?

Outlooks & Research Papers

BNP Paribas Asset Management
 

Heute am 27. November 2020 ist wieder Black Friday. So wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Da das immer am 4. Donnerstag im November gefeiert wird, gilt der Freitag darauf traditionell als Start in ein langes Familienwochenende und in die Weihnachtseinkaufssaison. Über mehrere Tage lockt der Handel mit günstigen Angeboten und immer mehr Kunden weltweit gehen am Black Friday und dem darauffolgenden Cyber Monday gezielt auf Schnäppchenjagd.

„Profiteure sind vor allem große Händler, etwa Online-Anbieter wie Amazon und Alibaba“, sagt Pamela Woo. Sie ist Fondsmanagerin des „BNP Paribas Consumer Innovators“ und Leiterin des US-Aktienteams bein BNP Paribas Asset Management in Boston. „Ein sehr gutes Beispiel für Social Commerce liefert auch Nike.“

Mehr zum Thema lesen Sie in ihrem folgenden Kommentar:

Pamela Woo zu den Perspektiven bei Konsum-Aktien weltweit

Black Friday: Schwarze Zahlen, Shoppable Posts, Sport und Social Commerce

Normalerweise werden Kunden zu Recht misstrauisch, wenn ein Verkäufer ein Produkt zur Hälfte des Normalpreises anbietet. Nicht so am Black Friday: Da ist der Rabatt ein klares Kaufsignal. Und moderne Kunden sind heute regelrecht darauf trainiert, Artikel im Angebot zu kaufen. Ob Elektronik, Kleidung, Schuhe aber auch Lebensmittel – die Konsumenten suchen Schnäppchen und finden sie in der Regel auch. Kritische Anleger sehen in dieser Mentalität den Grund für die Verödung der Innenstädte und meiden Konsum-Titel, denn sie befürchten den baldigen Tod des Einzelhandels.

Das muss nicht sein, denn jeder Trend birgt auch Chancen: Profiteure sind vor allem große Händler, etwa Online-Anbieter wie Amazon und Alibaba. Denn die Big Player sind klar im Vorteil: Sie können durch breite Produktpaletten Preisnachlässe bei einem Artikel mit einer höheren Marge bei einem anderen ausgleichen. Und sie haben mehr Daten zur Verfügung, um das Kaufverhalten der Kunden zu analysieren und bessere Einkaufspreise durchzusetzen. Stichwort Daten: Die werden immer wichtiger, damit können Händler die Kunden noch besser kennenlernen und das Marketing weiter personalisieren. Online-Händler wie Amazon und Co. haben es vorgemacht. Derzeit setzen Anbieter vermehrt auch auf Shopping in den Social Media, etwa mit Instagram Shopping oder Facebook Shops.

In Deutschland stehen diese Social Commerce Features noch vor dem Durchbruch: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage können sich 50 Prozent der Befragten hierzulande nicht vorstellen am Black Friday über die Social Media einzukaufen. Doch ganze 32 Prozent würden sich verleiten lassen, wenn es eine besondere Rabattaktion gibt und immerhin 13 Prozent, wenn ihre Lieblingsmarke über die sozialen Medien am Black Friday teilnimmt. Die Akzeptanz des Social Commerce nimmt also zu.
Dazu kommt: Nutzer kommunizieren immer mehr über Bilder. Bereits 2015 sollen pro Tag mehr als 3,3 Milliarden Fotos entstanden sein. So war Instagram zu Beginn vor allem ein Ort diverser Momentaufnahmen. Seit 2018 können sich deutsche Nutzer durch die App nicht nur inspirieren lassen, sondern dank geschickt platzierter Produktanzeigen Dinge auch gleich kaufen. Mit den neuen Shoppable Posts kann der gesamte Bestell- und Zahlvorgang in der App abgewickelt werden. Das nutzen etwa der spanische Modehändler Zara oder der deutsche Sportartikler Adidas für sich. Gerade Adidas versteht sich als digitales Unternehmen. Dazu gehört etwa, dass laut Adidas-Chef Kasper Rorsted bereits 90 Prozent des Marketingbudgets für digitale Kampagnen und Social Media ausgegeben werden.
Ein sehr gutes Beispiel für Social Commerce liefert auch Nike, unter dem Motto: „Keep Running and #makeitcount!“. Die Kampagne ist im Grunde eine Adaption des Ebay-Prinzipes: Nutzer der Nike+ App können, statt mit Geld, mit gelaufenen Kilometern einkaufen. Wer mehr Kilometer bietet, erhält den Zuschlag – in diesem Fall für Nike-Laufschuhe. Wichtig: Wer die Schuhe haben will, muss diese Kilometer auch wirklich laufen. Läufer können ihre Strecken auf Facebook teilen und sich dort per Like anfeuern lassen. Für die Nutzer steht so das Erlebnis im Vordergrund, weniger der Kauf selbst.

Das gilt im weitesten Sinne wohl auch für den Black Friday: So ergab die YouGov-Umfrage, dass ein Großteil der Befragten den Aktionstag gar nicht nutzt, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen.


Pamela Woo, Head of US Equities bei BNP Paribas Asset Management 2020

Pamela Woo


Pressekontakt:
BNP Paribas Asset Management
Christoph Keuntje
Tel. +49 69 70799825
E-Mail: christoph.keuntje@bnpparibas.com

BNP Paribas Asset Management
BNP Paribas Asset Management ist der unabhängige Vermögensverwalter von BNP Paribas, einem der weltweit größten Finanzunternehmen. BNP Paribas Asset Management bietet Privatanlegern, Unternehmen und institutionellen Investoren Investmentlösungen mit hohem Wertsteigerungspotenzial, gestützt auf ein breit gefächertes Knowhow in vier Assetklassen: Aktien, Private Debt & Real Assets, Anleihen sowie strukturierte, quantitative und Multi-Asset-Produkte (MAQS). BNP Paribas Asset Management legt den Fokus bei all seinen Anlagestrategien auf verantwortungsbewusste Investments und leistet einen aktiven Beitrag zur Energiewende, zum Umweltschutz sowie zur Förderung der Gleichberechtigung und des inklusiven Wachstums. Dabei liegt der Schwerpunkt stets auf der Generierung langfristiger und nachhaltiger Anlagerenditen für den Kunden. Mit 500 Investmentexperten und rund 500 Kundenbetreuern hat BNP Paribas Asset Management in 71 Ländern tätig und verwaltete zum 30. September 2020 ein Vermögen von 445 Milliarden Euro*.

Über BNP Paribas
In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit 12 Geschäftseinheiten erfolgreich am Markt positioniert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von rund 5.300 Mitarbeitern bundesweit in allen relevanten Wirtschaftsregionen betreut. Das breit aufgestellte Produkt- und Dienstleistungsangebot von BNP Paribas entspricht nahezu dem einer Universalbank.

*Zum 30. September 2020 belief sich das verwaltete Vermögen inklusive Beratungsmandate auf 598 Milliarden Euro.

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