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Finanzglossar

Z

Z-Spread

Der Z-Spread bezeichnet den konstanten Wert, der über die gesamte Kurve des risikolosen Zinssatzes hinweg aufaddiert werden muss, um den jeweils geltenden Zinssatz für eine Unternehmensanleihe zu erhalten. Der Z-Spread wird oft verwendet, um Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten und Währungen miteinander zu vergleichen.

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Zinscap

Ein Zinscap ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Dabei zahlt der Käufer eine Gebühr (Prämie), um jeweils am Ende einer vordefinierten Periode eine Zahlung zu erhalten, falls der betreffende Zinssatz den Referenzzinssatz übersteigt. Zum Beispiel wird mittels eines in drei Jahren fälligen 1%-Zinscaps auf den 6-Monats-EURIBOR vereinbart, dass in den nächsten drei Jahren alle sechs Monate eine Zahlung fällig wird, sofern der EURIBOR über der Marke von 1% liegt.

Zinsfloor

Ein Zinsfloor ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Dabei zahlt der Käufer eine Gebühr (Prämie), um jeweils am Ende einer vordefinierten Periode eine Zahlung zu erhalten, falls der betreffende Zinssatz unter dem Referenzzinssatz liegt.
Zum Beispiel wird mittels eines in drei Jahren fälligen 1%-Zinsfloors auf den 6-Monats-EURIBOR vereinbart, dass in den nächsten drei Jahren alle sechs Monate eine Zahlung fällig wird, sofern der EURIBOR unter der Marke von 1% liegt.

Zinskurve

Die Zinskurve zeigt die Anleihenzinsen über alle Laufzeiten hinweg. Auf der Y-Achse können die Renditen und auf der X-Achse die Laufzeiten abgelesen werden.
Die Zinskurve weist normalerweise eine positive Steigung auf (langfristige Zinsen liegen über den kurzfristigen Zinsen). In seltenen Fällen ist jedoch auch eine negative Steigung möglich (inverse Zinskurve). Dies ist häufig ein Anzeichen einer Rezession.
Die Zinskurve kann sich auf verschiedene Arten verändern: Parallelverschiebungen, Drehung (Änderung der Steigung) und Wölbung (Änderung der Krümmung) der Zinskurve.

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Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities, SPE; Special Purpose Vehicles, SPV)

Zweckgesellschaften sind juristische Personen, die von einem Unternehmen (Sponsor) zu einem klar definierten Zweck gegründet werden.
Zweckgesellschaften werden insbesondere genutzt, um Vermögenswerte auszugeben, denen ein Kreditpool als Sicherheit zugrundeliegt.
Die wichtigsten Vorteile einer Zweckgesellschaft sind:

  • Unabhängigkeit vom Sponsor
  • Insolvenzfestigkeit
  • Effektive Veräußerung der Vermögenswerte des Sponsors
  • Niedrig Kapitalisierung
  • Eigenständigkeit
  • Erfüllung administrativer Funktionen via Treuhänder