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Finanzglossar

V

Value-Investing

Eine Value-Investing-Strategie zielt darauf ab, in unterbewertete Unternehmen zu investieren. Interessant sind dabei beispielsweise Titel mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis (Aktienkurs, dividiert durch den Gewinn je Aktie) oder niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis (Aktienkurs, dividiert durch den Buchwert je Aktie).
Value-Anleger sind der Ansicht, dass sich die Aktienkurse von unterbewerteten Unternehmen im Laufe der Zeit wieder ihrem inneren Wert annähern. Kritiker bezweifeln hingegen, dass dieser innere Wert ermittelt werden kann. Das Gegenstück zu diesem Ansatz bildet Growth-Investing.

VaR

Der VaR ist der maximale Betrag, der ein Portfolio in einer bestimmten Zeitspanne bei einem bestimmten Konfidenzniveau verlieren kann. Zum Beispiel bedeutet ein VaR von EUR 1 Millionen, dass der potenzielle Verlust eines Portfolio in den nächsten 10 Tagen mit 99%iger Wahrscheinlichkeit 1 Million Euro nicht überschreiten wird.
Der VaR wurde Anfang der 90er Jahre eingeführt und ist heute die am weitesten verbreitete Kennzahl zur Messung des Portfoliorisikos.

Verbraucherpreisindex (VPI)

Der Verbraucherpreisindex bildet den Preis eines Warenkorbs mit einer für das derzeitige Konsumverhalten repräsentativen Auswahl an Gütern ab. Anhand der Veränderungen des VPI lässt sich die Inflationsrate messen.

Verbriefung

Durch Verbriefung kann ein Pool von illiquiden Vermögenswerten (meistens Kredite) in liquide Wertschriften (z. B. ABS oder CDOs) umgewandelt werden. Dabei veräußert ein Unternehmen (in der Regel eine Bank) die entsprechenden Vermögenswerte an eine Zweckgesellschaft. Diese emittiert dann neue Wertpapiere, deren Risiken und Renditen auf den veräußerten Vermögenswerten beruhen. Bei der Verbriefung von Krediten werden oft verschiedene Tranchen (siehe Tranchierung) gebildet, damit Papiere mit möglichst geringen Risiken ausgegeben werden können.

Vermögensbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS)

Vermögensbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS) sind finanzielle Vermögenswerte, denen ein Vermögenswertportfolio – z. B. Autodarlehen, Kreditkartenforderungen, Wohnungsbaukredite oder Studentendarlehen – als Sicherheit zugrunde liegt. ABS werden im Gegensatz zu traditionellen gesicherten Forderungen meistens von Zweckgesellschaften herausgegeben. Dadurch wird eine bessere Trennung der unterlegten Forderungen von der Bonität des Emittenten gewährleistet.

Volatilität

Die Volatilität eines Vermögenswerts entspricht der Standardabweichung seiner Renditen. Es ist eine Kennzahl für die Renditestreuung und widerspiegelt damit die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Renditeentwicklung. Der Begriff Volatilität wird daher oft gleichgesetzt mit Risiko. Die Volatilitäten können ex-post (historisch) oder ex-ante (implizit) berechnet werden.

Volumengewichteter Durchschnittskurs (VWAP)

Der volumengewichtete Durchschnittskurs (VWAP) beschreibt das Verhältnis zwischen dem Gesamtwert und dem Gesamtvolumen der gehandelten Werte innerhalb eines Zeitraums.
Broker werden oft danach beurteilt, ob ihre Ausführungspreise an den VWAP herankommen oder ihn übertreffen.