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Finanzglossar

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C-VaR

Der Conditional Value at Risk (C-VaR) ist eine Risikokennzahl, die angibt, welche Verluste in Extremfällen (d.h. wenn der VaR höher ausfällt) entstehen könnten. Der C-VaR basiert auf den beiden Parametern Konfidenzniveau (X%) und Zeithorizont (Anzahl Tage) und entspricht dem gewichteten Durchschnitt des Value at Risk und dem über dem Value at Risk liegenden Verlustpotenzial. Ein C-VaR (95%, 5 Tage) von EUR 1 Mio. bedeutet beispielsweise, dass im Portfolio in 5% aller Fälle während 5 Tagen ein Verlust in Höhe von EUR 1 Mio. entstehen könnte.
Der C-Var wird auch als Expected Shortfall bezeichnet.

Call-Option

Eine Call-Option ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Dabei zahlt der Käufer der Option eine Gebühr (Prämie), die ihm das Recht einräumt (ohne Verpflichtung), eine vereinbarte Menge eines bestimmten Rohstoffs oder Finanzinstruments (Basiswert) vom Verkäufer der Option zu einem bestimmten Zeitpunkt (Verfalldatum) und Preis (Ausübungspreis) zu erwerben. Der Verkäufer der Option ist verpflichtet, den Rohstoff bzw. das Finanzinstrument zu den entsprechenden Bedingungen zu verkaufen, falls der Käufer sein Recht ausübt.

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Carry

Der Carry ist der Zinsertrag, den der Anleger durch das Halten der Anleihe erwirtschaftet. Der Carry über drei Monate entspricht beispielsweise dem Gewinn oder Verlust, der dem Anleger entsteht, wenn er die Anleihe für diesen Zeitraum hält. Er wird in der Regel in Basispunkten angegeben.

Cash and carry

Eine Cash-and-Carry-Transaktion funktioniert ähnlich wie ein Arbitragegeschäft. Dabei kauft ein Anleger einen Vermögenswert und verkauft gleichzeitig einen bestimmten Futures-Kontrakt auf denselben Vermögenswert. Ausschlaggebend bei dieser Transaktion sind die Erwerbs- und Haltekosten bis zum Verfalldatum des Futures (Ausleihung des Vermögenswerts, Lagerung des Rohstoffs). Sind diese niedriger als der vom Kassakurs abgeleitete Terminkurs des Vermögenswerts und die Transaktionskosten, lohnt sich das Arbitragegeschäft.

Charttechnische Analyse

Die charttechnische Analyse versucht, zukünftige Kursverläufe aufgrund vergangener Kursentwicklungen vorherzusagen. Dabei werden unter anderem Untersützungslinien (die der Kurs nicht unterschreiten sollte) sowie Widerstandslinien (die der Kurs voraussichtlich nicht durchbrechen wird) identifiziert.
Zu den klassischen technischen Indikatoren zählen die Bollinger-Bänder, die Konvergenz/Divergenz gleitender Mittelwerte (Moving Average Convergence Divergence, MACD) sowie der Relative-Stärke-Index (RSI).
Die Markteffizienzhypothese – selbst in der mildesten Variante – widerspricht diesem Ansatz. Gemäß der Behavioral Finance hat die technische Chartanalyse hingegen ihre Daseinsberechtigung.

Cheapest to deliver

Cheapest to Deliver (CTD) bezeichnet an den Finanzmärkten das bei Verfall eines Future-Kontrakts am günstigsten lieferbare Basisprodukt. Bei den meisten Futures-Kontrakten steht es dem Verkäufer (Halter von Short-Positionen in einem Future) frei, welche Sorte des Basiswerts er liefern möchte. Er wird daher immer versuchen, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Der Preis des Derivats beruht entsprechend auf dem CTD-Preis des Basiswerts.

Collar

Ein Collar ist die Kombination des Kaufs (Verkaufs) eines Zinscaps und des Verkaufs (Kaufs) eines Zinsfloors. Er ermöglicht einem Inhaber einer variabel verzinslichen Schuldverschreibung (Kreditgeber), sich gegen einen Zinsanstieg (-rückgang) abzusichern.
Dabei kann er beispielsweise einen Zinscap kaufen und einen Zinsfloor (zu einem niedrigeren Ausübungspreis) verkaufen. Ein Collar lässt sich dank der Erlöse aus dem Verkauf des Zinsfloors günstiger finanzieren als ein Zinscap (allenfalls entstehen auch gar keine Kosten, wenn der Zinscap und der Zinsfloor zum gleichen Preis gehandelt werden). Andererseits wird dadurch das Gewinnpotenzial des Kreditnehmers bei rückläufigen Zinsen begrenzt.

Constant Proportion Portfolio Insurance (CPPI)

Eine Constant Proportion Portfolio Insurance (CPPI) ist eine Handelsstrategie bzw. eine Portfolioaufbaumethode, die dem Anleger eine anhaltende Partizipation am Aufwärtspotenzial risikoreicher Anlagen und gleichzeitig einen Kapitalschutz (oder eine Kapitalgarantie) bei fallenden Märkten bietet.

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Contango

Unter Contango versteht man eine Marktsituation, bei der die Terminpreise über den aktuellen Kassapreisen liegen. In anderen Worten: es liegt eine normale Struktur der Terminkurve vor (kurzfristige Preise niedriger als Terminpreise). Die spiegelbildliche Konstellation zur Contango-Situation ist eine Backwardation.

Credit default swap (CDS)

Ein CDS ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien – einem Käufer und einem Verkäufer, der eine Kreditbesicherung in Bezug auf einen Referenzschuldner (ein Unternehmen oder ein Land) anbietet. Als Gegenleistung für seine Zahlungsströme erhält der Käufer eine Entschädigung, falls der Emittent zahlungsunfähig wird.
CDS sind eine Art Versicherung, die Schutz vor einem Ausfall des Emittenten bietet. In der Regel kommt es beim Eintritt eines Kreditereignisses zu einer Ausgleichszahlung. Der Verkäufer der Absicherung muss dann dem Käufer eine Entschädigung in Höhe des ausgefallenen Betrages zahlen.

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Credit spread

Ein Credit Spread gibt die Höhe der Risikoprämie eines Emittenten wieder:

  • Er entspricht dem Aufschlag gegenüber dem risikolosen Zinssatz (siehe auch Z-Spread)
  • Anders gesagt: Es ist der Aufschlag, den ein CDS-Verkäufer verlangt, um das Kreditrisiko dieses Emittenten zu tragen.