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Finanzglossar

B

Backwardation

Unter Backwardation versteht man eine Marktsituation, bei der die Terminpreise unter den aktuellen Kassapreisen liegen. In anderen Worten liegt eine inverse Struktur der Terminkurve vor (kurzfristige Preise höher als Terminpreise). Die spiegelbildliche Konstellation zur Backwardation ist eine Contango-Situation.

Behavioral Finance

Die Behavioral Finance beruht auf der Annahme, dass die Markteffizienzhypothese nicht immer zutrifft, weil die Märkte aufgrund des irrationalen Verhaltens der Marktteilnehmer nicht effizient funktionieren.

Benchmark

Eine Benchmark dient als Vergleichswert, um die Performance eines Portfolios zu beurteilen. Der Renditeunterschied zur Benchmark zeigt dabei die Leistung des Portfoliomanagers (über- oder unterdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich zur Benchmark).

Beta

Das Beta ist eine Kennzahl für das Marktrisiko eines Portfolios, wobei der Markt im Einklang mit den Portfoliorichtlinien durch einen Index (zum Beispiel den MSCI World) abgebildet wird. Das Beta gibt die Sensitivität des Portfolios bezüglich der Wertentwicklung dieses Marktes wieder. Ein Beta von 1,5 bedeutet beispielsweise, dass das Portfolio bei einer Gesamtmarktrendite von 1% eine Wertsteigerung von 1,5% erfährt.
Mathematisch ausgedrückt, ist das Beta die Korrelation zwischen dem Portfolio und dem Markt, multipliziert mit dem Verhältnis der beiden Volatilitäten.

Bid-to-cover ratio

Die Bid-To-Cover Ratio ist eine Kennzahl, die im Rahmen von Auktionsverfahren die Stärke der Nachfrage nach einem bestimmten Vermögenswert wiedergibt. Sie wird ermittelt, indem die Zahl der empfangenen Angebote (bzw. das gesamte Angebotsvolumen) durch die Zahl der akzeptierten Angebote geteilt wird. Je höher die Ratio (über 2) liegt, desto erfolgreicher ist die Auktion. Umgekehrt gilt: je niedriger die Ratio einer Auktion, desto enttäuschender ihr Verlauf.

Börsengang (Initial Public Offering, IPO)

Von einem Börsengang (Initial Public Offering) spricht man, wenn ein Unternehmen zum ersten Mal seine Aktien öffentlichen Anlegern zum Verkauf anbietet. Durch die Notierung an der Börse profitiert das Unternehmen von einem verbesserten Kapital- und Liquiditätszugang, niedrigeren Kapitalkosten und einem höheren Ansehen.

Börsengehandelte Fonds (ETFs)

Börsengehandelte Fonds (ETFs) sind Fonds, die an einer Börse gehandelt werden. Es gibt Aktien-, Anleihen- oder Rohstoff-ETFs. Sie bilden in der Regel einen Marktindex (z. B. einen MSCI) ab und können im Tagesverlauf zu Preisene gehandelt werden, die dem theoretischen Nettoinventarwert sehr nahe kommen. Dank ETFs können Anleger kostengünstig in passiv verwaltete Portfolios investieren, die eine hohe Diversifikation und Liquidität aufweisen.

Bottom-up

Bezeichnet in der Vermögensverwaltung den Ansatz, einen Titel aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften und nicht aufgrund übergeordneter Kriterien (Wirtschaftsumfeld, Sektor, Region) zu beurteilen. Top-Down ist die gegenläufige Entsprechung dieses Begriffs.

Brent-Rohöl

Die Rohölsorte Brent ist leichtes Rohöl mit geringem Schwefelgehalt, das in der Nordsee vorkommt. Andere Bezeichnungen: Brent Blend oder London Brent.

Butterfly

Diese Optionsstrategie kommt in der Regel zur Anwendung, wenn die künftige Volatilität anders eingestuft wird als die implizite Volatilität. Eine Long-Butterfly-Strategie macht sich bei einem seitwärts tendierenden Basiswert bezahlt und verringert gleichzeitig das Verlustrisiko bei nachteiligen Marktentwicklungen. Sie lässt sich beispielsweise wie folgt realisieren: Verkauf von jeweils einer am Geld liegenden Call- und Put-Option (siehe auch Straddle) und Kauf von jeweils einer nicht im Geld liegenden Call- und Put-Option.