Finanzglossar

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Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio entspricht der Überrendite des Portfolios gegenüber dem risikolosen Zinssatz, dividiert durch die Volatilität des Portfolios.

Short Squeeze

Ein Short Squeeze beschreibt eine Marktsituation, in der das knappe Angebot eines Vermögenswerts dessen Kurs in die Höhe schnellen lässt. Wird der entsprechende Vermögenswert zusätzlich leerverkauft (auch mittels Short-Positionen über Derivate) verstärkt sich dieser Effekt noch. Wenn die Parteien unter Zugzwang stehen, ihre Verluste durch Zukäufe zu begrenzen, akzeptieren sie (aufgrund der andernfalls fatalen Folgen) letztlich jeden Preis, um den Basiswert zu erwerben und ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Short Squeezes sind oft das Ergebnis von Marktmanipulationen.
Für Schlagzeilen sorgte im Oktober 2008 zum Beispiel die Volkswagen-Aktie, die in zwei Tagen mehr als 300% zulegte.

Sozial verantwortliche Anlagen (Social Responsible Investments, SRI)

Sozial verantwortliche Anlagen werden mit Blick auf die Aspekte Sozial- und Unweltverträglichkeit getätigt. Dabei spielt die Art der Geschäftstätigkeit eine wesentliche Rolle. Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Umweltentwicklung und saubere Energien einsetzen, werden bevorzugt, während Unternehmen, die Genussmittel wie Alkohol oder Tabak verkaufen, gemieden werden.

Straddle

Eine Long-Straddle-Strategie beinhaltet den Kauf einer Put- und einer Call-Option mit dem gleichen Ausübungspreis. Ein Käufer eines Straddle profitiert demnach von einer deutlichen Veränderung des Basiswertkurses – egal, ob positiv oder negativ.

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Strangle

Eine Long-Strangle-Strategie beinhaltet den Kauf einer Put- und einer Call-Option mit einem höheren Ausübungspreis. Ein Käufer eines Strangle profitiert demnach von einer deutlichen Veränderung des Basiswertkurses – egal, ob positiv oder negativ. Ein Strangle lässt sich kostengünstiger realisieren als ein Straddle; es ist jedoch eine stärkere Kursänderung erforderlich, damit sich die Transaktion bezahlt macht.

Sukuks

Sukuks sind im islamischen Finanzwesen Wertschriften in Dokumenten- oder Zertifikatsform, die den Wert von Vermögenswerten repräsentieren. Sie werden oft als islamische Anleihen bezeichnet, können aber auch als liquide und handelbare Wertschriften, Notes oder Zertifikate angesehen werden.

Swap

Ein Swap ist eine vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zahlungsströmen zu bestimmten Zeitpunkten während einer bestimmten Dauer. Die Zahlungen können obligatorisch oder optional sein, die Beträge festgelegt oder variabel, und selbst die Währungen sind frei definierbar.
Beispiele von Swaps:

  • Zinsswap: Ein variabler Zins wird gegen einen festen Zins getauscht
  • Credit Default Swap (CDS): bietet Schutz vor einem Kreditereignis bei einem bestimmten Unternehmen (oder Staat); dieser Schutz wird im Austausch gegen einen festen Zins gewährleistet (siehe auch Credit Default Swap)
  • Cross-Currency-Swap: Austausch von Kapital und Zinsen in zwei verschiedenen Währungen
  • Inflation-Swap: Das Inflationsrisiko wird gegen einen festen Zinssatz getauscht

Swaption

Ein Option, die zum Abschluss eines Swap-Geschäfts zu einem bestimmten Datum und Preis berechtigt. Mit einer 5-jährigen 3%-Festsatz-Receiver-Swaption mit Verfalldatum Juni 2014 verfügt der Anleger beispielsweise über das Recht, in dem 5-Jahreszeitraum ab Juni 2014 statt eines variablen Zinssatzes einen festen Zins von 3% zu erhalten.