Finanzglossar

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Nachrangige Anleihen

Nachrangige Anleihen werden im Fall einer Liquidation des Emittenten nachrangig behandelt, dass heißt, die Ansprüche von Gläubigern übergeordneter Instrumente (Kredite, erstklassige Anleihen, Einlagen) werden zuerst befriedigt. Im Gegenzug sind nachrangige Anleihen höher verzinst.
Sie werden traditionellerweise von Banken ausgegeben, weil auf diesem Weg die Kapitalanforderungen geringer ausfallen.

Nachschussforderung (Margin Call)

Eine Nachschussforderung bei einem Derivatgeschäft ist der täglich an die oder von der Gegenpartei zahlbare Betrag, um die Auswirkungen des täglichen Gewinns oder Verlusts auf die Marginanforderung auszugleichen. Durch diese tägliche Anpassung wird das Kreditrisiko und damit das Gegenparteirisiko gering gehalten.

Nullkuponanleihe

Bei einer Nullkuponanleihe fließen die Zinsen dem Anleger in Form von Wertsteigerungen und nicht in Form von Coupons zu. Diese Anleihen notieren entsprechend mit einem Abschlag zu ihrem Nennwert.
Kurzfristige Anleihen sind häufig Nullkuponanleihen, bei längeren Laufzeiten sind Anleihen mit regelmäßigen Zinszahlungen die Regel. Längerfristige Nullkuponanleihen können synthetisch konstruiert werden, indem der Nennwert und die Zinszahlungen einer normalen Anleihen in zwei separate Instrumente aufgetrennt werden (dieses Verfahren trägt den Namen STRIPS).