Finanzglossar

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Forderungsbesichertes Wertpapier (Collateralized Debt Obligation, CDO)

Im Gegensatz zu einem vermögensbesicherten Wertpapier (ABS) ist ein forderungsbesichertes Wertpapier mit einem Schuldenportfolio (Anleihen, Kredite und andere Schuldverschreibungen) unterlegt. Dieses ist in verschiedene Tranchen eingeteilt (siehe auch Tranchierung). Je nach dem, in welche Tranche der Anleger mit Blick auf sein Risiko-Rendite-Profils investiert, erzielt er eine unterschiedliche Rendite. CDOs wurden Anfang der 90er-Jahre in erster Linie von Finanzinstituten aufgelegt, um Schulden aus ihrer Bilanz auszulagern.

Forward rate agreement

Forward Rate Agreements (FRA) sind in der Regel außerbörsliche abgewickelte Zinstermingeschäfte, bei denen zwei Parteien einen Zinssatz für eine in der Zukunft liegende Kreditaufnahme festlegen. Das heißt, die eine Partei verpflichtet sich, der anderen Partei zu einem zukünftigen Zeitpunkt Geld zu einem vereinbarten Zinssatz zu leihen.
Normalerweise werden die entsprechenden Kredite nicht verlängert, sondern bei Fälligkeit in bar abgerechnet.

Fremdfinanzierte Übernahme (Leveraged Buyout, LBO)

Im Rahmen einer fremdfinanzierten Übernahme erwirbt ein Investor eine Gesellschaft (das Zielunternehmen), um folgende Vorteile zu nutzen:

  • Rechtlicher Leverage: Die Transaktion wird so strukturiert, dass eine Holding-Gesellschaft die Aktien der Zielgesellschaft erwirbt. Der Investor besitzt 50% der Anteile der Holding-Gesellschaft, die wiederum zu 50% am Zielunternehmen beteiligt ist. Er erhält so die Kontrolle über dieses Unternehmen, obwohl er nur 25% dessen Eigenkapitals selber finanziert hat. Eine noch höherer Fremdkapitaleinsatz lässt sich erreichen, wenn das Zielunternehmen über mehrere Holding-Gesellschaften erworben wird.
  • Finanzieller Leverage: Die Holding-Gesellschaft nimmt im großen Stil Fremdkapital auf, um die Transaktion zu finanzieren. Die Kapitalkosten werden anschließend über die Dividenden des Zielunternehmens, die an die Holding-Gesellschaft ausgeschüttet werden, gedeckt.
  • Steuerlicher Leverage: Die vom Zielunternehmen an die Holding-Gesellschaft ausgeschütteten Dividenden sind in der Regel nicht steuerpflichtig.
    Unter bestimmten Umständen können die Einnahmen des Zielunternehmens und der Holding-Gesellschaft auf konsolidierter Basis ausgewiesen werden. Dadurch fällt möglicherweise die Einkommenssteuerbelastung insgesamt niedriger aus (falls die Ergebnisse der Holding-Gesellschaft negativ sind).

Eine fremdfinanzierte Übernahme ist eine riskante Investition, die über drei bis sieben Jahre abgewickelt wird.

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Futures

Futures sind Kontrakte, die zwei Parteien zum Kauf bzw. Verkauf eines bestimmten Basiswerts (Aktienindex, Rohstoff, Staatsanleihe) an einem bestimmten Termin in der Zukunft zu einem bestimmten Preis verpflichten. Im Gegensatz zu Termingeschäften, die in der Regel außerbörslich abgewickelt werden, handelt es sich bei Futures um standardisierte, börsengehandelte Kontrakte, für die eine Margin zu hinterlegen ist.