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Emerging Markets Anleihen – das Wie entscheidet

In vielen Schwellenländern haben sich die von den Anlegern üblicherweise analysierten strukturellen Bedingungen erheblich verbessert. Zudem dürften ihre Anleihenmärkte von einer günstigen lokalen Geldpolitik und von der umsichtigen Vorgehensweise der Fed bei der Normalisierung ihrer Politik profitieren, da dadurch die US-Langfristzinsen nicht übermäßig unter Druck geraten. Lokalwährungsanleihen bieten außerdem eine attraktive Verzinsung.

  • Schwellenländer profitierten im vergangenen Jahr vom synchronen Wachstum der Weltwirtschaft, welches sich 2018 fortsetzen dürfte.
  • Die Beschleunigung des internationalen Handels dürfte Investitionen in den Schwellenländern beflügeln – vor allem an den asiatischen und europäischen EM-Märkten, die von der soliden Konjunktur in der Eurozone profitieren.
  • Die Schwellenmärkte scheinen heute aus fundamentaler Sicht besser aufgestellt.
  • Die Finanzmärkte haben sich gegenüber den bestehenden politischen Unsicherheiten weitgehend robust gezeigt.
  • Unser Ansatz für Schwellenmarktanleihen berücksichtigt zusätzlich ESG-Kriterien.

Die US-Geldpolitik gibt wenig Anlass zur Sorge

Normalerweise ist eine geldpolitische Straffung in den USA ungünstig für die Schwellenländer – und insbesondere für deren Anleihenmärkte –, da sie unter anderem die Kapitalströme unmittelbar beeinflusst. Denn wenn US-Schatzanleihen höhere Renditen abwerfen als Emerging-Market-Anleihen, ziehen die Anleger ihr Kapital aus den Schwellenmärkten ab – was wiederum die betreffenden Währungen unter Druck setzt. Die aktuelle Situation ist jedoch anders. Zwar hat die Fed inzwischen eine geldpolitische Normalisierung eingeleitet –agiert dabei jedoch äußerst vorsichtig. So hat sie in den letzten beiden Jahren lediglich fünf Zinsschritte vorgenommen (davon drei im Jahr 2017), weshalb die US-Langfristzinsen nicht übermäßig angezogen haben und nach wie vor mit den Fundamentaldaten in Einklang stehen. Zudem wächst die US-Wirtschaft weiterhin solide, bei anhaltend moderater Inflation. Gleichzeitig hat der Dollar 2017 gegenüber einem handelsgewichteten Währungskorb 6,4 % und seit Jahresbeginn weiter an Wert verloren.

Die Schwellenländer profitieren von einer positiven Konjunkturdynamik

Neben konjunkturellen Stützungsfaktoren (z. B. der Erholung des internationalen Handels und der Industrieproduktion im zweiten Halbjahr 2017) haben sich in den letzten Jahren auch die Fundamentaldaten der Schwellenländer verbessert, darunter die Handelsbilanzen und die Devisenreserven, die üblicherweise wichtigsten Grundlagen bei der Analyse der Gesundheit einer Volkswirtschaft. Die aktuellen Daten lassen darauf schließen, dass die Schwellenländer heute weniger anfällig sind gegenüber finanziellen Schocks – insbesondere was ihre Währungen anbelangt. Den Daten des IWF zufolge ist zudem die Inflation in den Schwellenländern von 2012 bis 2017 von 5,8 % auf 4,2 % gesunken. Die Gründe dafür sind eine weltweit niedrige Inflation, eine Aufwertung vieler Schwellenmarktwährungen und eine stützende lokale Geldpolitik. Die niedrige Inflation öffnet den Zentralbanken wiederum Spielraum für eine geldpolitische Lockerung. Beispiele dafür sind Brasilien, wo der Leitzins seit Dezember auf rekordtiefen 7 % liegt, und Indien, wo die Zinsen seit August mit 6 % so niedrig sind (und wahrscheinlich bleiben werden) wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. Es überrascht daher kaum, dass sich die Anleger in diesem günstigen (wenngleich nicht gänzlich risikofreien) Konjunkturumfeld im letzten Jahr nicht durch politische Unsicherheiten in Venezuela, Südafrika und Brasilien aus der Ruhe bringen ließen.

Unser spezifischer Ansatz

Unsere Makro-Analysen der globalen Wirtschaft und der Kriterien zur Beurteilung der Schwellenländer lassen darauf schließen, dass die zuletzt hohen Kapitalzuflüsse in die Schwellenmärkte auf kurze Sicht anhalten könnten. Unserer Ansicht nach sind Schwellenmarktanleihen deshalb geeignet, um ein Portfolio zu diversifizieren und Renditepotenziale zu erschließen. Unser spezifischer Ansatz berücksichtigt zusätzlich ESG-Kriterien, die unsere Finanz- und Konjunkturanalysen ergänzen. Mit diesem Ansatz können wir uns in einer immer komplexeren Welt ein differenziertes Bild verschaffen, ohne bestimmte Engagements im Vorhinein systematisch auszuschließen.

Fonds, die in Schwellenländeranleihen investieren unterliegen den gleichen Risiken wie jede Anlage in Wertpapiere, insbesondere in Aktien. Der Wert der Fondsanteile und ihrer Erträge können sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück. Aktienanlagen weisen ein erhöhtes Kursschwankungsrisiko auf, das besonders im Fall von schlechten Nachrichten bezüglich des jeweiligen Unternehmens oder Marktes zum Tragen kommt. Der Fonds kann zudem den folgenden Risiken ausgesetzt sein:

Der Fonds berücksichtigt bei Investitionen in Wertpapieren stets die Bonität der jeweiligen Emittenten, d.h. deren Fähigkeit, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Sinkende Bonität kann zu einem Wertverlust der Anleihe und des Fonds führen.

Es kann sein, dass der Fonds einen finanziellen Vermögenswert zu einem bestimmten, gewünschten Zeitpunkt nicht verkaufen kann, weil es am Markt zu wenige Käufer gibt. Dieses Risiko kann sich ebenfalls auf den Wert des Fonds auswirken.

Ausfallrisiko der Gegenpartei: Dieses Risiko ist mit der Fähigkeit der Gegenpartei einer Finanztransaktion verbunden, ihre Verpflichtungen (z. B. Zahlung, Lieferung,Rückerstattung) zu erfüllen.

Auf bestimmten Märkten, die im Vergleich zu den meisten internationalen Börsen weniger gut reguliert sind, besteht eine erhöhte Gefahr, dass bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften Probleme wie Lieferverzögerungen auftreten.

Bei Anlagen in außerbörslich gehandelte oder börsennotierte Derivate versucht der Fonds, die Erträge seiner Position abzusichern und/oder eine Hebelwirkung zu erzielen. Die Anleger werden darauf hingewiesen, dass durch den Hebeleffekt die Volatilität des Teilfonds erhöht wird.

 

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