Der Assetmanager für eine Welt im Wandel
BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT - Responsible invest 1440x300
  • Home
  • Interview: Camille Lafon und Michael Cornelis sprechen über nachhaltige Multi-Asset-Portfolios

Interview: Camille Lafon und Michael Cornelis sprechen über nachhaltige Multi-Asset-Portfolios

SRI News

 

Eine starke Kombination: Flexible Assetklassenvielfalt und SRI

Immer mehr Investoren erkennen die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Verantwortung. Viele fragen sich aber noch immer, ob möglicherweise die Performance leidet, wenn man ökologische und soziale Belange ernst nimmt. Wir sprachen darüber mit Camille Lafon und Michael Cornelis. Sie halten ein Multi-Asset-Portfolio mit einem SRI-Ansatz für einen vielversprechenden Anfang.

Wie funktioniert eine nachhaltige aktive Asset-Allokation?

Wie der Name schon sagt, hat der Ansatz zwei Komponenten: eine flexible Allokation in unterschiedliche Assetklassen, um die Chancen der Finanzmärkte zu nutzen, und die Auswahl von Portfoliotiteln anhand nachhaltiger Anlagekriterien, den sogenannten SRI-Kriterien. Bei uns[1] kann die Aktienquote zwischen 0 und 50% betragen, je nach Einschätzung des Investmentteams. Im Schnitt besteht das Portfolio zu 75% aus sozialverantwortlichen Festzinsanlagen (überwiegend in Euro denominiert) und zu 25% aus sozialverantwortlichen Aktienanlagen. Damit können Investoren von unserem Know-how auf zwei Gebieten profitieren: (1) der aktiven Multi-Asset-Allokation, die in der Regel auf Finanzanalysen setzt, und (2) dem SRI-Management mit seinen über das Finanzielle hinausgehenden Analysen nach ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Kriterien, den sogenannten ESG-Kriterien.

Was macht eine Multi-Asset-Strategie nachhaltig?

Eine nachhaltige Multi-Asset-Strategie sollte in die aus SRI-Sicht aussichtsreiche Anleihen und Aktien investieren. Im Anleiheteil verfolgen wir dazu einen Best-in-Class-Ansatz. Alle Emittenten, Unternehmen wie Staaten, werden anhand der ESG-Kriterien beurteilt. Dabei können sie alle Sektoren in ihre Analysen einbeziehen. Die Fondsmanager können sich dann auf Papiere der in puncto ESG führenden Emittenten konzentrieren. Ein anderes Team bewertet nicht-finanzielle Kriterien auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 die Bestnote ist. Wer sehr schlecht abschneidet (mit Noten von 8 bis 10), wird ausgeschlossen. Dadurch werden nur die ESG-Führer in das Portfolio aufgenommen – vorausgesetzt natürlich, dass sie finanziell stabil sind. Beispielsweise würden wir zurzeit auf italienische Staatsanleihen verzichten, weil ihr Emittent nur ein ESG-Rating von 8 hat.

Und wie unterscheidet sich die Aktienauswahl davon?

Hier setzen wir auf einen Themenansatz. Uns interessieren Unternehmen, die Lösungen für ökologische und soziale Herausforderungen bieten. Dazu zählen Demografie, veränderte Lebensstandards, Klimawandel, Ressourcenknappheit, Abfallmanagement sowie Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung. Um für das Portfolio in Frage zu kommen, muss ein Unternehmen konsequent handeln und mindestens 20% seines Umsatzes mit den genannten Themen erzielen. Wir glauben, dass diese Themen hohes Wachstumspotenzial haben können.

Hat sich dieser Ansatz für Investoren in der Vergangenheit ausgezahlt?

Ja, zweifelllos. Unserer Ansicht nach ist eine assetklassenübergreifende SRI-Strategie interessant für Investoren. Ich muss allerdings zugeben, dass die Kombination aus einer Multi-Asset-Strategie und SRI ein Nischenprodukt ist. Aber die Nische wächst: Unseren Ansatz gibt es jetzt seit zehn Jahren und in den letzten fünf Kalenderjahren hat er stets positive, attraktive Jahreserträge erzielt.[2] (Stand Mai 2017).

Für welche Investoren eignet sich die Strategie?

Aus unserer Sicht ist die Strategie für Investoren interessant, die ihr Vermögen auf nachhaltige Weise mehren und schützen wollen und zudem vom Mehrwert eines flexiblen Ansatzes profitieren möchten. Die Strategie eignet sich also für alle Investoren, die mit ihren Anlagen zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen und dabei Erträge erzielen wollen.

Warum sollte man gerade jetzt auf eine nachhaltige Asset-Allokation setzen?

Der Fonds kann in unterschiedlichste Anlageklassen investieren und dadurch eine Streuung erreichen, die ihn bei Marktschwankungen stabiler macht im Vergleich zu einer einzigen Assetklasse. Die Qualität der Analyse spricht für das Portfolio und gibt Investoren die Möglichkeit, auf Unternehmen zu setzen, die die Herausforderungen von morgen angehen und vom hohen Wachstumspotenzial der entsprechenden Märkte profitieren können.

  • 1. Die Richtlinien des BNP PARIBAS L1 SUSTAINABLE ACTIVE ALLOCATION werden hier nur zur Illustration be-schrieben. Investoren, die über eine Investition in diese Strategie nachdenken, sollten den aktuellen Verkaufs-prospekt und die Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) sorgfältig lesen. Sie erhalten beides unter https://www.bnpparibas-am.lu/intermediary-fund-selector/fundsheet/balanced/bnp-paribas-l1-sustainable-active-allocation-classic-c-lu0087047089/
  • 2. Wertentwicklung des BNP PARIBAS L1 SUSTAINABLE ACTIVE ALLOCATION, C-Anteile, nach Abzug von Gebühren in EUR: 2016: 1,55%, 2015: 3,24%, 2014: 9,63%, 2013: 2,27%, 2012: 10,26%. Quelle: BNP Paribas Asset Management

Mehr zu diesem Thema