Emerging Markets Anleihen – das Wie entscheidet

Die Lage für Schwellenländer-Anleihen hat sich seit Ende 2016 verbessert. Der schwächere US-Dollar und die anhaltend niedrigen US-Zinsen sind für Emerging-Market-Anleihen zweifellos gute Zeichen, zudem dürften die Anleihen auch von Geldpolitik der Schwellenländer profitieren, die sehr expansiv ist.

Das spricht für Schwellenländer-Anleihen

  • Die Finanzmärkte haben sich von der Wahl Donald Trumps und den daraufhin steigenden US-Dollar und den höheren US-Renditen beruhigt.
  • In vielen Emerging Markets verbessert sich die Konjunktur; die Fundamentaldaten erscheinen jetzt stabiler.
  • Offenbar lassen sich Investoren durch mögliche politische Unsicherheiten nicht irritieren.
  • BNP Paribas Asset Management bietet einen einzigartigen Ansatz für Emerging-Market-Anleihen, die unter anderem nach ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Kriterien (ESG-Kriterien) ausgewählt werden.

Schwellenländer machen Fortschritte

Neben konjunkturellen Faktoren – wie der Erholung des Welthandels und der Industrieproduktion -haben sich auch jene Fundamentaldaten wie die Leistungsbilanzsalden und Währungsreserven verbessert. Sie sind wichtige Messgrößen für die Messung der Wirtschaftskraft der Schwellenländer. Die Länder sind daher heute weniger anfällig für Finanzschocks, insbesondere für Währungsabwertungen. Unterdessen ist die Inflation der Schwellenländer aufgrund der niedrigen Inflation weltweit, der Aufwertung zahlreicher Währungen und der Geldpolitik in den Schwellenländern drastisch zurückgegangen. Die Notenbanken konnten dadurch ihre Zinsen senken, so wie es in Brasilien im Juli und in Indien im August geschehen ist.

ESG-Kriterien bei Investitionen in Emerging-Market-Anleihen

Unsere Strategie für Emerging-Market-Anleihen ist dahingehend einzigartig, dass sie ESG-Kriterien berücksichtigt. Dadurch können wir die immer größeren Komplexitäten der Schwellenländer besser erfassen. Wir berücksichtigen nicht nur vorübergehende Trends und rein finanzielle Überlegungen, sondern setzen auf systematische Ausschlusskriterien.

Anlagen in die Emerging Markets dürften jedoch überdurchschnittlich volatil sein – aufgrund der hohen Konzentration, höherer Unsicherheit durch weniger Informationen, einer geringeren Liquidität und stärkeren Reaktionen auf Änderungen des Marktumfeldes. Hierzu zählen auch soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren.

Aktienanlagen in Schwellenländern sind langfristige Anlagen. Anleger sollten nur  Kapital investieren, das sie kurz- bis mittelfristig nicht benötigen. Anlagen in Schwellenländern sind – im Vergleich zu Anlagen in Industrieländern – mit zusätzlichen Risiken wie z. B.  politische Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen oder schlechte öffentliche Verwaltung verbunden.

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